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Eine Situation bekommt einen sichtbaren Platz
Am Anfang steht eine Situation, die das Kind beschäftigt: Streit, Ärger in der Schule, ein Gefühl im Bauch oder etwas, das schwer einzuordnen ist.
Statt lange nach den richtigen Worten zu suchen, kann das Kind die Situation auf dem Systembrett zeigen. Dabei entsteht Schritt für Schritt ein Bild dessen, was gerade wichtig ist. Das nennt man „aufstellen“.
So kann sichtbar werden, was Kinder spüren, aber noch nicht erklären können und Eltern erhalten einen ersten Einblick, was hinter einer Situation stehen kann.

Figuren zeigen, was Worte noch nicht sagen können
Mit Figuren, Symbolen und Formen stellt das Kind dar, wie sich die Situation gerade anfühlt.
Wer gehört dazu?
Wer steht nah?
Wer weit weg?
Manche Figuren stehen dicht beieinander, andere drehen sich weg. Manchmal wird eine Figur ganz klein gewählt – manchmal besonders groß.
Kinder denken dabei nicht lange nach. Sie stellen intuitiv auf, was sich für sie richtig anfühlt. Dabei wird sichtbar, was vorher nur als Stimmung im Raum lag.

Aus dem Aufstellen entsteht ein Gespräch
Wenn die Situation vor euch auf dem Brett liegt, verändert sich etwas. Plötzlich kann man gemeinsam hinschauen.
Viele Kinder beginnen dann von selbst zu erzählen: warum eine Figur dort steht, warum jemand so groß ist oder weshalb etwas ganz weit weg liegt.
Manchmal verändert ein Kind die Aufstellung. Manchmal findet eine Figur einen anderen Platz, ein Abstand wird größer, eine Form getauscht. Und manchmal kann schon das gemeinsame Anschauen reichen, damit sich innerlich etwas sortieren kann.

